Website-Umzug Checkliste für SEO und Betrieb
Website-Umzug: Checkliste für SEO, Technik und laufenden Betrieb
Ein Umzug ist erst abgeschlossen, wenn URLs, Formulare, E-Mail, Messung und wichtige Geschäftsabläufe auf der neuen Umgebung geprüft wurden.
Vor dem Wechsel eine belastbare Bestandsaufnahme erstellen
Die Ausgangslage sollte mit einem vollständigen Crawl und einer Liste aller wichtigen Funktionen dokumentiert werden. Dazu gehören indexierbare URLs, Statuscodes, Canonicals, Metadaten, strukturierte Daten, Medien, interne Links und bestehende Weiterleitungen. Ebenso wichtig sind Formulare, Downloads, Kundenkonten, Zahlungen, Webhooks, geplante Aufgaben und externe Schnittstellen. Analytics, Search Console, Sichtbarkeit und Conversion-Ereignisse liefern Vergleichswerte. Ohne diesen Ausgangspunkt bleibt nach dem Start unklar, ob etwas verloren ging oder bereits vorher fehlte.
Jede alte URL erhält eine begründete Behandlung
Wertvolle alte Adressen sollten in einem Schritt auf die fachlich nächste neue Seite weiterleiten. Eine pauschale Weiterleitung auf die Startseite verliert Kontext und erschwert Nutzern wie Suchmaschinen die Orientierung. Die Zuordnung unterscheidet unveränderte, zusammengeführte und bewusst entfernte Inhalte. Interne Links, Canonicals, hreflang-Verweise und XML-Sitemaps müssen direkt auf endgültige Ziele zeigen. Vor dem Umschalten wird die Liste in einer Testumgebung auf Schleifen, Ketten, falsche Statuscodes und nicht erreichbare Dateien geprüft.
DNS, Zertifikate und E-Mail gemeinsam behandeln
Ein Website-Umzug betrifft häufig mehr als den Webserver. DNS-Einträge für Mail, Verifizierung, Subdomains und Anwendungen dürfen beim Wechsel nicht verschwinden. MX, SPF, DKIM und DMARC werden mit dem aktuellen Zustand verglichen, während TLS-Zertifikate und Weiterleitungen für alle relevanten Hostnamen getestet werden. Eine vorher reduzierte DNS-Laufzeit kann die Umstellung erleichtern. Die alte Umgebung bleibt als Rückfallpunkt verfügbar, bis die neue Plattform aus externen Netzen geprüft und eine Rückkehr praktisch möglich ist.
Nach Veröffentlichung erneut crawlen und messen
Direkt nach der Umschaltung werden öffentliche URLs, Statuscodes, Canonicals, Indexierbarkeit, strukturierte Daten und Seitentitel erneut erfasst. Formulare und Transaktionen sollten auf realen Mobil- und Desktop-Browsern mit Testdaten durchlaufen werden. In den folgenden Tagen helfen Serverprotokolle, Search Console und Analytics dabei, unerwartete 404-Seiten, Crawling-Rückgänge oder fehlende Ereignisse zu erkennen. Die Übergabe dokumentiert Redirect-Matrix, DNS-Zustand, Backups, Verantwortlichkeiten, Zugangseigentum sowie ein festes Ende der intensiven Nachbeobachtung.
Mindestkontrollen für den Umschalttag
- Vollständiges URL-, Inhalts- und Integrationsinventar
- Getestete Redirect-, Canonical- und hreflang-Zuordnung
- Geprüfte DNS-, TLS- und geschäftliche E-Mail-Einträge
- Parität bei Analytics, Einwilligung und Conversion-Ereignissen
- Externer Crawl, Rückfallpunkt und festgelegtes Monitoring